Präsentation vorbereiten

By | Februar 27, 2016

Präsentation vorbereiten

Wenn du eine gute Präsentation halten willst, dann musst du die natürlich gründlich vorbereiten. In diesem Artikel erkläre ich dir wie du dabei am besten vorgehst.

  • Kenne dein Thema. Deine Zuhörer sollen dir glauben was du sagst. Dafür müssen sie das Gefühl bekommen, dass du dich in deinem Thema gut auskennst. Das kommt von ganz alleine, wenn du von deinem Thema wirklich Ahnung hast. Andersherum wird dein Publikum ganz schnell merken, wenn du gar nicht weißt, wovon du eigentlich sprichst. Allein schon dadurch wie du vorne wirkst. Also bereite dich inhaltlich gut vor.
  • Liebe dein Thema. Wenn du andere Menschen begeistern willst, dann sei zuerst selbst begeistert. Bei manchen Vortragsthemen bist du das sicherlich von ganz alleine. Bei den anderen (insbesondere bei denen, die du dir nicht selbst ausgesucht hast): überlege dir, was an deinem Thema interessant sein könnte. Überlege ruhig etwas länger, falls dir zuerst nichts einfällt. Dadurch wirst du auch Ideen bekommen, wie du deine Zuhörer für dein Thema motivieren kannst. Wenn es vielen anderen Leuten bei dem Thema ähnlich geht, kannst du am Anfang deines Vortrags auch ruhig zugeben, dass du es früher langweilig fandest, jetzt aber interessante Dinge darüber gelernt hast.
  • Dein Publikum. Versetze dich in die Lage der Leute, die sich deinen Vortrag anhören werden. Stell dir dabei folgende Fragen:
    • Wer wird im Publikum sitzen? Was sind das für Leute? Wie alt sind sie? Wofür interessieren die sich? Je genauer du sie kennst, desto besser kannst du auf sie eingehen.
    • Warum sitzen meine Zuhörer im Publikum? Sind sie zum Beispiel freiwillig dort oder müssen sie dort sein, weil ihr Chef das verlangt? Wenn sie wegen Anwesenheitspflicht da sind, musst du sie viel mehr motivieren, als wenn sie freiwillig gekommen sind.
    • Was wissen meine Zuhörer schon über mein Thema? Schätze das ungefähr ein und ziehe davon dann ca. 33 % ab. Da du dein Thema ja sehr gut kennst, wirst du leicht überschätzen wieviel dein Publikum schon weiß und wie schnell sie Dinge begreifen werden.
    • Was erwarten meine Zuhörer? Wenn dein Vortrag anders ist, als sie erwarten, dann kündige das gleich am Anfang an. Es kann sein, dass deine Zuhörer negative Erwartungen haben, weil sie dein Thema zum Beispiel früher meistens langweilig fanden. Gehe darauf gleich am Anfang ein und erkläre, warum dein Vortrag anders sein wird (versprich aber nur Sachen, die du hinterher auch einlösen kannst!).
    • In was für einem Kontext trage ich vor? Wird es noch andere Präsenationen geben oder bin ich der Hauptredner? Wie viele Vorträge gab es an dem Tag schon vor dir? Wie wach und aufnahmefähig sind deine Zuhörer?

Kernaussage

  • Deine Kernaussage. Überlege dir was die Kernnaussage deines Vortrags sein soll. Idealerweise besteht die nur aus einem einzigen Satz. Das ist der Satz, den dein Publikum am Ende mit nach Hause nehmen soll. Schreib den am besten auf. Wenn es dir schwer fällt diesen Satz zu formulieren, kann das daran liegen, dass du noch nicht exakt weißt, welche Botschaft du rüberbringen willst. Überlege dann, wie die genau aussehen soll. Und mache erst weiter, wenn du sie kennst.
  • Elevator-Pitch. Nun stell dir vor, dass du jemanden aus deinem Publikum deinen Vortrag in 30 Sekunden zusammenfassen sollst. Also ungefähr so lange wie eine Fahrt im Fahrstuhl. Auch hier gilt wieder: wenn du Schwierigkeiten hast, dann überlege genauer, welche Geschichte du rüberbringen willst. Und zwar bevor du weitermachst und insbesondere bevor du dein Präsentationsprogramm startest und die erste Folie machst.
  • Geschichte entwerfen. Dein Vortrag besteht nicht aus Folien mit Fakten, sondern soll eine Geschichte erzählen. Überlege dir diese Geschichte noch bevor du deine erste Folie gestaltest. Das kannst du im Kopf machen, du kannst Ideen auf einem Zettel oder Whiteboard sammeln oder du schreibst deine Ideen auf kleine Haftnotizzettel (bei denen kannst du dann später gut mit der Reihenfolge experimentieren). Dadurch entwirfst du die Struktur deiner Präsentation. Mehr über eine gute Struktur für deinen Vortrag.

Folien planen

  • Folien planen. Jetzt startest du dein Präsentationsprogramm und erstellst ein Gerüst deiner Folien. Dabei unterteilst du deine Geschichte von eben in kleine Häppchen. Überlege dir dabei für jede Folie ungefähr, was sie zeigen soll, aber gestalte sie noch nicht komplett. Ich gebe dabei jeder Folie eine Überschrift und mache dazu eventuell ein paar Stichpunkte. Das ist nicht unbedingt dieselbe Überschrift wie im endgültigen Vortrag. Schätze danach grob ab ob du mit der Zeit hinkommen wirst. Pro Folie solltest du maximal 1-2 Minuten einplanen. Es ist aber auch absolut in Ordnung viel länger über eine Folie zu sprechen. Es sollte schließlich im Mittelpunkt stehen, was du sagst, und nicht, was auf deinen Folien steht.
  • Feinschliff für die Folien. Jetzt gestaltest du deine Folien im Detail. Da du weißt, dass du mit deiner Zeit hinkommen wirst, wirst du auch (fast) keine Folie ausgestalten, die du hinterher doch wieder streichen musst. Das spart Zeit. Dabei wird es viel Feinarbeit geben, die an sich zwar nicht besonders kompliziert ist, die aber trotzdem Zeit kostet. Tipps für die Gestaltung deiner Folien.
  • Proben. Jetzt ist es Zeit deinen Vortrag probezuhalten. Ohne Publikum, ganz allein. Stoppe dabei deine Zeit. Um einen Vortrag gut rüberzubringen, musst du ihn einige Male durchsprechen, damit deine Formulierungen „rund“ werden. Wenn du eine Präsentation nach längerer Zeit noch einmal hältst, probe sie vorher ein paar Male, um die Erinnerung wieder aufzufrischen.

Feedback

  • Feedback einholen. Wenn du einen wichtigen Vortrag hältst, lohnt es sich, ihn vorher vor Kollegen oder Freunden zu halten und dir Feedback geben zu lassen. Sorge dafür, dass du eine ehrliche, aber sachliche Rückmeldung bekommst. Sollte etwas an deinem Vortrag unklar sein, ist es besser, wenn du das jetzt herausfindest als bei der richtigen Präsentation. Je detaillierter dein Feedback ist, desto besser. Du kannst deinen Feedbackgebern auch vorher konkrete Dinge sagen, bei denen du dir unsicher bist, und über die du deren Meinung hören willst. Mehr Tipps für Feedback.
  • Fragen. Nach deiner Präsentation werden deine Zuhörer wahrscheinlich die Gelegenheit haben Fragen zu stellen. Überlege dir was für Fragen das sein könnten. Bei manchen Fragen kann es praktisch sein, wenn du noch eine Folie in der Hinterhand hast, die du dann zeigen kannst. Füge solche Folien hinter der letzten regulären Vortragfolie ein. Ich schalte dazwischen immer eine komplett schwarze Folie, dann sind die Zuschauer nicht irritiert, wenn ich aus Versehen nach der letzten Folie weiterklicke.

Wenn du das alles gemacht hast, bist du perfekt vorbereitet auf deine Präsentation.

Viel Erfolg!

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